Freiheit für Pervaiz Masih und Schutz für seine Angehörigen

Petition an: Den Präsidenten der Islamischen Republik Pakistan, Mamnoon Hussain

 

Freiheit für Pervaiz Masih und Schutz für seine Angehörigen

Gewonnen!

Freiheit für Pervaiz Masih und Schutz für seine Angehörigen

Neues zur Petition (06.12.2015): Wir schließen die Petition ab und danken allen Unterzeichnern für Ihren Einsatz und Ihre Unterstützung. Hoffen wir auf eine baldige Abschaffung des umstrittenen Blasphemieparagraphen (Paragraph 295 C des pakistanischen Strafgesetzbuches), damit sich derartige Fälle nicht wiederholen können. Für diese Abschaffung werden wir uns auch zukünftig im Rahmen unserer Möglichkeiten einsetzen.


Neues zur Petition (12.10.2015): Großer Erfolg: Soeben erreicht uns über die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) per E-Mail die Meldung, dass Parvaiz Masih gegen Kaution freigelassen worden ist:

„Ich hoffe, Ihnen allen geht es gut durch die Gnade Gottes. Heute möchte ich eine gute Nachricht mit Ihnen allen teilen. Wie Sie wissen, wurde Pervaiz Masih, ein Opfer durch den Blasphemie-Paragraphen 295 C, am 2. September 2015 festgenommen. Jetzt ist er am 7. Oktober 2015 mit allen Bemühungen des Voice-Teams und der Rechtsanwälte gegen Kaution freigelassen worden. Er gehört zu den seltensten Fällen in der Geschichte Pakistans, dass ein Gericht ein Opfer durch den Paragraphen 295 C bereits nach einem Monat gegen Kaution freilässt; sonst gehen solche Fälle zum High Court oder Supreme Court. Viele Opfer werden von den Gerichten bestraft, wie Sawan Masih, Asia Bibi und viele mehr, und in den meisten wird eine Kaution auf der unteren Gerichtsebene abgelehnt. Das war so bei Adnan Masih, Pastor Aftab Gill und anderen. Wir beten für ihre Freilassung. Aber hier in diesem Fall hat uns Gott mit diesem riesigen Erfolg gesegnet, es ist ein großer Erfolg für uns, weil Kasur eine der konservativen Gegenden im Punjab ist und es ist sehr gefährlich, einen Fall wie diesen in einem solchen Gebiet anzufechten. Übrigens muss ich erwähnen, dass dies derselbe Fall ist, in dem das Team von The Voice mitten in der Nacht von der Polizei festgehalten, bedroht und belästigt wurde. Ich danke Ihnen allen für Ihre Gebete und guten Wünsche für mich und mein Team." Aneeqa Anthony, The Voice“

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Unterzeichner und Unterstützer dieser Petition sowie an die Helfer und Anwälte vor Ort und in aller Welt.


Der pakistanische Christ Pervaiz Masih ist seit dem 2. September 2015 in Haft. Ihm wird ein Verstoß gegen den Paragraphen 295 C (Blasphemie/Gotteslästerung) des pakistanischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm die Todesstrafe.

Pervaiz Masih und seine Frau Zarina leben mit ihren vier Kindern in einem Dorf auf dem Lande. Sie verdienen sich Ihren Lebensunterhalt als Ziegeleiarbeiter. Nebenbei betreiben sie einen kleinen Handel mit Steinen und Sand.

Recherchen der pakistanischen Hilfsorganisation „The Voice“, einer Partnerorganisation der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) ergaben, das Pervaiz Masih Mitte August 2015 von Konkurrenten der Gotteslästerung beschuldigt und angezeigt wurde, nachdem ein Auftrag zur Lieferung von Sand nicht ihnen, sondern Herrn Masih erteilt worden war.

Immer wieder werden in Pakistan Christen aus nichtigen Gründen der Blasphemie beschuldigt und müssen dann zusammen mit ihren gesamten Familien um ihr Leben fürchten. Der derzeit bekannteste Fall einer derartigen Beschuldigung ist der Fall von Asia Bibi, für deren Freiheit sich CitizenGO mit mehreren Petitionen einsetzt.

Im Falle Pervaiz Masih führten die Anschuldigungen dazu, dass sich Herr Masih nach der Anzeige in einem Nachbardorf versteckte, weil er um sein Leben fürchtete. Auf der Suche nach Herrn Masih verhaftete die Polizei mehrere Verwandte und verprügelte mehrere Angehörige, darunter eine schwangere Schwägerin Herrn Masihs und eine weitere Schwägerin, die gerade entbunden hatte.

Helfern der Organisation „The Voice“ gelang es, die Angehörigen von Herrn Masih in Sicherheit zu bringen. Zurück in ihr Dorf können sie derzeit nicht, da dort ihr Leben bedroht ist. Die Rechtsanwältin Aneeqa Anthony berichtete der IGFM: „Leute aus dem Dorf haben damit gedroht, die Christen auf offener Straße zu verbrennen […] die Leute haben sich darauf verständigt, dass alle, die angeblich Blasphemie begangen haben, in der Hölle schmoren sollen. Und darum wollen sie sie samt ihren Familien verbrennen“.

Die IGFM und die Nachrichtenagentur idea haben Pervaiz Masih für den Oktober 2015 zum „Gefangenen des Monats“ erklärt und bitten Mamnoon Hussain, den Präsidenten der Islamischen Republik Pakistan, sich für die Freilassung von Pervaiz Massih und den Schutz seiner Familienangehörigen einzusetzen.

Als Petitionstext übernehmen wir in Absprache mit der IGFM den von IGFM und idea herausgegebenen Appell. Mit Unterzeichnung der Petition lösen Sie nebenstehende E-Mail an den pakistanischen Staatspräsidenten aus, die an die Botschaften der Islamischen Republik Pakistan in Berlin, Wien und Bern versandt wird.


Weitere Informationen:
http://www.idea.de/menschenrechte/detail/pakistanischer-christ-ist-gefangener-des-monats-92281.html

http://www.zenit.org/de/articles/pakistanischer-familienvater-wegen-blasphemie-in-haft

http://www.religionsfreiheit-igfm.info/

http://www.idea.de/uploads/tx_newsideade/Musterbrief_Oktober_2015.pdf

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Diese petition ist...

Gewonnen!
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Freiheit für Pervaiz Masih und Schutz für seine Angehörigen

"Exzellenz, sehr geehrter Herr Staatspräsident Mamnoon Hussain,

der christliche Familienvater Pervaiz Masih aus dem pakistanischen Dorf Gharry Wala, etwa fünfzig Kilometer von der Stadt Kasur/Punjab entfernt, sitzt seit dem 2. September 2015 wegen des unberechtigten Vorwurfs der Blasphemie in Haft. Mitte August hatten Geschäftsleute ihn wegen Verstoßes gegen den Paragraphen 295 C des pakistanischen Strafgesetzbuchs angezeigt. Bevor überhaupt ermittelt werden konnte, ob der Vorwurf glaubwürdig ist, wurde Pervaiz Masih schon bedroht und versteckte sich seitdem aus Angst, gelyncht zu werden.

Die örtlichen Sicherheitskräfte erwiesen sich als nicht hilfreich: Bei der Suche nach dem Beschuldigten griffen sie zu Gewalt: Sie beleidigten und misshandelten Familienangehörige Masihs. Vier Verwandte nahmen sie vorübergehend in Gewahrsam. Eine schwangere Schwägerin berichtete, wie die Polizisten gnadenlos auf alle einschlugen. Eine weitere Schwägerin, Schwester von Masihs Ehefrau Zarina, die gerade eine Woche zuvor per Kaiserschnitt entbunden hatte, wurde ebenso wenig davon verschont, wie ihr Neugeborenes.

Pervaiz Familie und seine christlichen Nachbarn sind aktuell in höchster Gefahr, da unseren Informationen zufolge Leute aus dem Dorf damit gedroht haben, die Christen auf offener Straße zu verbrennen. Sie gehen davon aus, dass alle mit Pervaiz Masih verwandt sind, leiten daraus eine Mitschuld ab und halten eine Bestrafung für zwingend. Ein Imam, der als Gastprediger in den Moscheen in der Gegend redet, hetzte die Menschen am 3. September 2015 auf.

Pervaiz und seine Frau Zarina sind eigentlich Ziegeleiarbeiter und haben durch den Handel mit Steinen und Sand etwas nebenbei verdient, um mit ihren vier Kindern über die Runden zu kommen. In diesem Sommer kam es mit Konkurrenten zu einem Streit um einen Auftrag für eine Sandlieferung, für den Pervaiz Masih den Zuschlag erhielt. Die Mitbewerber zeigten ihn erst daraufhin wegen Blasphemie an; ihre Vorwürfe sind jedoch ohne Substanz.

Exzellenz, sehr geehrter Herr Staatspräsident Mamnoon Hussain,

seit vielen Jahren weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf diese – besonders für Christen und andere religiöse Minderheiten gefährliche – Lücke im Rechtsstaat hin. Das Blasphemie-Gesetz ist zu einem Mittel zur Rache in persönlichen Auseinandersetzungen geworden, beklagen pakistanische Menschenrechtler. Eindringlich bitten wir Sie, sich sofort für die Freilassung Pervaiz Masihs sowie für seine Sicherheit sowie die seiner Familienangehörigen und Nachbarn einzusetzen, die als Christen lange Zeit friedlich mit ihren muslimischen Nachbarn zusammengelebt haben und nun ausgegrenzt und sogar bedroht werden."

Herr Staatspräsident Mamnoon Hussain, wir zählen auf Sie!

[Ihr Name]

Freiheit für Pervaiz Masih und Schutz für seine Angehörigen

"Exzellenz, sehr geehrter Herr Staatspräsident Mamnoon Hussain,

der christliche Familienvater Pervaiz Masih aus dem pakistanischen Dorf Gharry Wala, etwa fünfzig Kilometer von der Stadt Kasur/Punjab entfernt, sitzt seit dem 2. September 2015 wegen des unberechtigten Vorwurfs der Blasphemie in Haft. Mitte August hatten Geschäftsleute ihn wegen Verstoßes gegen den Paragraphen 295 C des pakistanischen Strafgesetzbuchs angezeigt. Bevor überhaupt ermittelt werden konnte, ob der Vorwurf glaubwürdig ist, wurde Pervaiz Masih schon bedroht und versteckte sich seitdem aus Angst, gelyncht zu werden.

Die örtlichen Sicherheitskräfte erwiesen sich als nicht hilfreich: Bei der Suche nach dem Beschuldigten griffen sie zu Gewalt: Sie beleidigten und misshandelten Familienangehörige Masihs. Vier Verwandte nahmen sie vorübergehend in Gewahrsam. Eine schwangere Schwägerin berichtete, wie die Polizisten gnadenlos auf alle einschlugen. Eine weitere Schwägerin, Schwester von Masihs Ehefrau Zarina, die gerade eine Woche zuvor per Kaiserschnitt entbunden hatte, wurde ebenso wenig davon verschont, wie ihr Neugeborenes.

Pervaiz Familie und seine christlichen Nachbarn sind aktuell in höchster Gefahr, da unseren Informationen zufolge Leute aus dem Dorf damit gedroht haben, die Christen auf offener Straße zu verbrennen. Sie gehen davon aus, dass alle mit Pervaiz Masih verwandt sind, leiten daraus eine Mitschuld ab und halten eine Bestrafung für zwingend. Ein Imam, der als Gastprediger in den Moscheen in der Gegend redet, hetzte die Menschen am 3. September 2015 auf.

Pervaiz und seine Frau Zarina sind eigentlich Ziegeleiarbeiter und haben durch den Handel mit Steinen und Sand etwas nebenbei verdient, um mit ihren vier Kindern über die Runden zu kommen. In diesem Sommer kam es mit Konkurrenten zu einem Streit um einen Auftrag für eine Sandlieferung, für den Pervaiz Masih den Zuschlag erhielt. Die Mitbewerber zeigten ihn erst daraufhin wegen Blasphemie an; ihre Vorwürfe sind jedoch ohne Substanz.

Exzellenz, sehr geehrter Herr Staatspräsident Mamnoon Hussain,

seit vielen Jahren weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf diese – besonders für Christen und andere religiöse Minderheiten gefährliche – Lücke im Rechtsstaat hin. Das Blasphemie-Gesetz ist zu einem Mittel zur Rache in persönlichen Auseinandersetzungen geworden, beklagen pakistanische Menschenrechtler. Eindringlich bitten wir Sie, sich sofort für die Freilassung Pervaiz Masihs sowie für seine Sicherheit sowie die seiner Familienangehörigen und Nachbarn einzusetzen, die als Christen lange Zeit friedlich mit ihren muslimischen Nachbarn zusammengelebt haben und nun ausgegrenzt und sogar bedroht werden."

Herr Staatspräsident Mamnoon Hussain, wir zählen auf Sie!

[Ihr Name]